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Lokale Landschaftsfotografie

Als Landschafsfotograf suche ich immer wieder das späktakuläre Licht, die außergewöhnlichen Perspektiven und Aussichten, um die Schönheit unserer Heimat, so weit wie möglich vom Alltag entrückt, dem Betrachter zu zeigen.

Dazu bin ich bei der Locationsuche auf zwei Aussichtspunkte mit Ihren Türmen im Pfälzerwald gestoßen.

Vor einigen Monaten in der späten Herbstzeit hat es mich auf den Luitplodturm beim Herbersbergerhof verschlagen. Ganz früh am Morgen, weit vor Sonnenaufgang, war ich hier mit einem befreundeten Fotografen am Staunen, welch ein Licht  an diesem Morgen über den Hügeln uns dargeboten wurde. Die knapp über dem Horizont stehende Sonne färbte die Wolken darüber in ein berauschendes Blutrot. Lichtfinger streichelten die Täler, in denen der Morgendunst sich rasch auflöste.

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Vielen von uns Landschaftsfotografen fällt es aber schwer, in der gewohnten Umgebung der Heimatregion Motive zu finden, die inspirieren.

Aber genau das ist das perfekte Training, um später auf Reisen in andere Regionen fit zu sein, für die Herausforderungen, die das Licht und die Landschaft dann an uns stellen.

Seit Jahren bin ich immer wieder in der Landschaft meiner Heimat unterwegs und suche neue Motive, davon neue und ungewohnte Perspektiven und Ansichten. Wir haben den unschätzbaren Vorteil, das Licht zu kennen. Wir wissen, wie das Wetter wird. Es ist uns möglich, die Fotospots immer wieder zu besuchen, zu verschiedenen Jahreszeiten, zu unterschiedlichen Lichtstimmungen. Wir kennen uns hier aus, wir sind hier zuhause.

Exakt die Kenntnis der Gegebenheiten vor Ort lässt mich an Erfahrung gewinnen, wie ich mit extremen Lichtbedingungen umgehe. Welcher Verlaufsfilter ist der Richtige, welche Blendenwahl ermöglicht mir mit meinem Objektiv zum Beispiel schöne Blendsterne. Dadurch werde ich sicherer im Umgang mit meinem Equipment. Nichts ist so uneffektiv, wie beim Fotografieren mit der Technik und nicht mit dem Motiv beschäftigt zu sein.

Sportler trainieren für Ihre Wettkämpfe im Verein um die Ecke, laufen im Wald außerhalb der Stadt um später dann bei Meisterschaften all Ihr Können und Stärken abzurufen. Deshalb nehmt Eure Kamera und sucht die Schönheit vor der Haustür. Dabei könnt Ihr Eure Brennweiten einschätzen lernen. Ihr könnt ohne Hektik ganz allein die Landschaft erkunden. Keine Reisgruppe oder Parter/in steht hinter Euch und fragt, wann es weiter geht. Gerade in Ländern in Äquator-Nähe geht die Sonne viel schneller unter, sind die Zeiten der Dämmerung um einiges kürzer- Ergo das wertvolle Licht für unsere Fotos ist schnell weg.

Ein unschätzbaren Vorteil hat das Ganze noch. Um so effektiver und sicherer wir unsere Fotos machen, desto mehr Zeit bleibt vor Ort die Eindrücke tief aufzusaugen und nicht nur durch den Sucher zu schauen.

1 Comment

  • Michael Lauer Dezember 22, 2014 - 10:06pm

    Hallo Raik,
    das mit der Fotografie in der Heimat, bzw. die Vorzüge davon, hast Du wunderschön auf den Punkt gebracht.
    Wir können uns aber auch wirklich nicht beklagen mit „unserer“ Pfalz.
    Tolles Re-Design Deiner Webseite übrigens – haste gut gemacht! 🙂

    Grüße, Michael

    Antworten


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